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	<title>Millennium Express</title>
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	<description>Your Ticket to a Fair World</description>
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		<title>Gesucht: Sichere Nahrung für jeden</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Mar 2012 10:47:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>millennium-express</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Workshop Hannover: Intensiver Austausch zwischen Studierenden und Experten Keiner soll hungern und alle Nahrungsmittel sollen sicher sein – für diese Ziele setzen sich internationale DAAD-Stipendiaten ein. Auf dem Workshop „Safe food for all – Food Safety &#38; Food Security” Ende &#8230; <a href="http://blog.daad.de/millennium-express/2012/03/06/gesucht-sichere-nahrung-fur-jeden/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Workshop Hannover: Intensiver Austausch zwischen Studierenden und Experten</strong></p>
<p><strong>Keiner soll hungern und alle Nahrungsmittel sollen sicher sein – für diese Ziele setzen sich internationale DAAD-Stipendiaten ein. Auf dem Workshop „Safe food for all – Food Safety &amp; Food Security” Ende Februar in Hannover gingen sie der Frage nach, wie sie diese Ziele erreichen können. Das rapide Wachstum der Weltbevölkerung erfordert umfassendere Ideen im Kampf gegen Hunger. Der globale Markt verlangt nach neuen Strategien, um Nahrungsmittelsicherheit zu gewährleisten. Vier Experten gaben den Studierenden auf der siebten Station des Millennium Express dazu viele Anregungen mit auf den Weg.</strong></p>
<p>„Mehr als 70 Prozent der Kenianer leben auf dem Land – arm und arbeitslos“, berichtet Jackline  Mworia aus ihrer Heimat. Die Menschen müssten sich selbst versorgen und seien damit abhängig vom Ackerbau auf winzigen, oft von Trockenheit ausgezehrten Parzellen, erzählt die DAAD-Stipendiatin. Sie studiert im DAAD-geförderten Aufbaustudiengang „International Horticulture“ in Hannover und hat mit ihren Kommilitonen den Workshop organisiert. „Ein Anbau wie in den ländlichen Gebieten meiner Heimat ist weder effizient noch nachhaltig.“ Genau hier will die Kenianerin ansetzen und den Kleinbauern wirkungsvolle Produktionsmethoden nahe bringen. Dabei sieht sie eine Lösung in der Abkehr von großflächigen und Export orientierten Monokulturen hin zum Ackerbau auf kleinem Raum mit modernen Methoden. „Wir müssen aus dem Ackerbau ein attraktives Geschäft und ein Unternehmen für einzelne Akteure machen. Denn das schafft Arbeit“, sagt Jackline Mworia.</p>
<p style="text-align: left"><a href="http://millennium-express.daad.de/files/2012/03/Podium_510.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1483" src="http://millennium-express.daad.de/files/2012/03/Podium_510-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Vier Experten waren zu einer öffentlichen Diskussionsrunde eingeladen: Der Göttinger Agrarökonom Professor Matin Qaim gab etwa zu bedenken, dass die Landbevölkerung Kenias durch ein Versagen des Marktes zur Subsistenzwirtschaft gezwungen werde. Diese Fehler müsse man korrigieren und die Farmer besser in das Marktgeschehen einbinden. „Das aber wird zu einem Strukturwandel führen“, betonte Qaim. In der Folge seien die Jobs gerade nicht im Agrarsektor zu erwarten.</p>
<p><strong>Ökologischer Anbau und Gen-Pflanzen?</strong></p>
<p>Für eine anregende Diskussion unter den Workshop-Teilnehmern sorgten unterschiedliche Standpunkte: Professor Hans-Jörg Jacobsen, Leiter der Abteilung Pflanzenbiotechnologie an der Leibniz Universität Hannover, wirbt für den Einsatz gentechnisch modifizierter Pflanzen, die sich den Böden und klimatischen Bedingungen besser anpassten und widerstandsfähiger seien. Katrin Zander vom Johann Heinrich von Thünen-Institut, dem Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei, setzt hingegen auf ökologische Produktionsverfahren, um die Erträge zu steigern. „Solche Verfahren können einen wesentlichen Beitrag zur weltweiten Ernährungssicherung leisten“, meint die Agrarökonomin, „insbesondere weil sie durch den ökologischen Kreislaufgedanken nur einen minimalen externen Input benötigten.“ Kombinationen aus beiden Vorschlägen, angepasst an individuelle Bedingungen vor Ort, schloss niemand auf dem Podium aus.</p>
<p><a href="http://millennium-express.daad.de/files/2012/03/Erklären_510.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1484" src="http://millennium-express.daad.de/files/2012/03/Erklären_510.jpg" alt="" width="463" height="314" /></a>„Wie sicher sind genetisch modifizierte Pflanzen?“ – Diese Frage beschäftigte viele Workshop-Teilnehmer, die sich in vier Arbeitsgruppen auf die Podiumsdiskussion vorbereitet hatten. Neben Ökologischem Landbau und Ökonomie war die Nahrungsmittelsicherheit im Zusammenhang mit grüner Gentechnik ein oft besprochenes Thema. Hans-Jörg Jacobsen betonte mit Verweis auf die Risikoforschung: „Nichts ist ohne Risiko, aber der Einsatz modifizierter Pflanzen erhöht die Risiken auch nicht.“ Die Möglichkeit ihres Einsatzes indes aus ideologischen Gründen abzulehnen, hält der Experte für inakzeptabel.</p>
<p><strong>Weltweite Standards fehlen</strong></p>
<p>Zur allgemeinen Sicherung von Nahrungsmitteln wurde vor allem Professor Eberhard Haunhorst, Präsident des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, befragt. Nishad Malla berichtete aus seinem Heimatland Nepal, dass es dort keineswegs nur um Versorgungssicherung geht: „Die Leute wollen sichere Nahrung haben, frei von Kontamination und trotzdem bezahlbar. Das sind zusätzliche Herausforderungen.“</p>
<p>Eberhard Haunhorst bekräftigte darüber hinaus: „Wir sind verpflichtet, sichere Nahrungsmitteln für alle zu schaffen.“ In der Realität sei das allerdings nicht überall schnell umzusetzen. Denn zunächst gilt es zu klären: Was bedeutet „sicher“ oder „Qualität“? Hier existiert noch keine weltweit einheitliche Antwort. Außerdem ist eine wirkungsvolle und global abgestimmte Überwachung nötig. „Auf diesem Feld gibt es noch viel zu tun“, sagt Haunhorst. Das wissen die DAAD-Stipendiaten, die aus der anregenden Diskussionsrunde neue Perspektiven und Überlegungen mitnahmen. Grund für Optimismus seien dabei auch die internationalen Studiengänge zum Thema selbst, meinte Matin Qaim: „Moderne Wissenschaft kann helfen: Wissenschaft verbunden mit lokalem Wissen und Technologie in einer weiten Definition.“</p>
<p><a href="http://millennium-express.daad.de/files/2012/03/Gespräch-TN_510.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1486" src="http://millennium-express.daad.de/files/2012/03/Gespräch-TN_510.jpg" alt="" width="510" height="339" /></a></p>
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		<title>Gefragt ist unternehmerischer Mut</title>
		<link>http://blog.daad.de/millennium-express/2011/10/04/gefragt-ist-unternehmerischer-mut/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 09:01:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>millennium-express</dc:creator>
				<category><![CDATA[Flensburg]]></category>

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		<description><![CDATA[Wissenschaft trifft Wirtschaft – Vielversprechende Projekte beim Workshop Flensburg Alle wissen: Der Energieverbrauch der Weltbevölkerung frisst die Wälder, verschmutzt die Umwelt und darf so nicht weitergehen. Frischen Mut zur Bewältigung der Herausforderungen sowie viele Ideen für nachhaltiges Energiemanagement weltweit sammelte &#8230; <a href="http://blog.daad.de/millennium-express/2011/10/04/gefragt-ist-unternehmerischer-mut/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wissenschaft trifft Wirtschaft – Vielversprechende Projekte beim Workshop Flensburg </strong></p>
<p><a href="http://millennium-express.daad.de/files/2011/10/gruppe.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1299" src="http://millennium-express.daad.de/files/2011/10/gruppe-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><strong>Alle wissen: Der Energieverbrauch der Weltbevölkerung frisst die Wälder, verschmutzt die Umwelt und darf so nicht weitergehen. Frischen Mut zur Bewältigung der Herausforderungen sowie viele Ideen für nachhaltiges Energiemanagement weltweit sammelte der „Millennium Express“ im hohen Norden Deutschlands: Die Flensburger DAAD-Stipendiaten aus dem Studiengang „Energy and Environmental Management in Developing Countries“ luden Wissenschaftler und Unternehmer ein, um gemeinsam mit Elan an konkreten Lösungen zu arbeiten.</strong></p>
<p><span id="more-1295"></span></p>
<p>„Glaubt an Euch, traut Euch, bleibt stur und geht Euren Weg“ – so lautete die Botschaft des Unternehmers Marius Bierig an die rund 50 junge Studierenden aus Entwicklungs- und Schwellenländern, die sich in Flensburg zu einem Workshop getroffen hatten. Gebannt verfolgten alle den Lebensweg des Ingenieurs, der heute eine Firma für Lehmbau betreibt und Energieeffizienz groß schreibt. Auf die DAAD-Stipendiatin Mayra Herrena aus El Salvador wirkten seine unternehmerischen Erfahrungen mit allen Höhen und Tiefen wie eine Initialzündung: „Er hat mich bestärkt, und ich weiß jetzt, dass ich meine Ideen realisieren kann“, sagt die Studentin vom Karlsruher Institute of Technology.</p>
<div id="attachment_1297" class="wp-caption aligncenter" style="width: 520px"><a href="http://millennium-express.daad.de/files/2011/10/bierig1.jpg"><img class="size-full wp-image-1297" src="http://millennium-express.daad.de/files/2011/10/bierig1.jpg" alt="Marius Bierig" width="510" height="340" /></a><p class="wp-caption-text">Marius Bierig: &quot;Glaubt an Euch!&quot; (C) Marcus Dewanger</p></div>
<p><strong>Energiewende möglich</strong></p>
<p>Mut machte vielen Gästen auch der Vortrag von Professor Olav Hohmeyer. Er lehrt an der Universität Flensburg in dem vom DAAD geförderten Studiengang &#8220;Energy and Environmental Management&#8221;. Seine Darstellung, wie sich Deutschland vollständig mit erneuerbaren Energien versorgen kann, beeindruckte auch die Thailänderin Wiriyapak Ratanaprasitt. Sie studiert an der Universität Hohenheim „Agricultural Economics“.</p>
<p>„In Thailand ist im Moment die Biomasse als Ressource für Energie das große Thema, um von der Kohle wegzukommen“, berichtet die Stipendiatin. „Es wird viel über den Weg debattiert, wie man Biomasse effizient und bezahlbar nutzen kann“ – eine Debatte, in der sie nach Abschluss der Aufbaustudiengangs ihre Stimme erheben will. Hohmeyer habe ihr gezeigt, wie man überzeugend präsentiert, und wie die Umstellung auf erneuerbare Energien gelingen kann.</p>
<p><strong>Kreative Geschäftsideen</strong></p>
<p>Mit einem Wettbewerb regten die Organisatoren des Workshops den kreativen Austausch untereinander an. Wer hat die besten unternehmerischen Ideen zu erneuerbaren Energien? Vier Gruppen präsentierten ihre bereits laufenden Projekte in ihrer Heimat. Sie stellten vor allem Lösungen für die Energieprobleme in den armen ländlichen Gebieten der Entwicklungsländer vor: Eine kleine Lampe mit Solarzellen als Ersatz für die Gaslampe, eine Anleitung zum Bau eines einfachen und billigen Solarkochers, eine mit Sonnenenergie betriebene Wasserpumpe oder eine kleine Biogasanlage, die mit dem Mist von zwei Kühen den Herd befeuert.</p>
<p><strong>Handeln statt träumen</strong></p>
<p>„Niemand benutzt von allein etwas Neues“, so die Erfahrung von Nafisa Fayzullaeva aus Usbekistan. Deshalb zeigt die DAAD-Stipendiatin vor Ort, wie die in ihrem Projekt entwickelten Systeme mit erneuerbaren Energien funktionieren: „Wir gehen mit Studierenden in die Dörfer, in Schulen, zu lokalen Unternehmern und Nichtregierungsorganisationen und zeigen ihnen ganz praktisch, wie sie selbst einen Solarherd mit einfachsten Mitteln bauen können“. Die Studentin will erreichen, dass die Alternativen zum Feuerholz Alltag werden. „Das sind keine Träume“, betont sie und rechnet vor: Wer einmal am Tag den Solarofen benutzt, spart über das Jahr 600 Kilogramm wertvolles Holz. Zurzeit studiert die Usbekin im Studiengang „International and Development Economics“ an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin.</p>
<div id="attachment_1298" class="wp-caption aligncenter" style="width: 520px"><a href="http://millennium-express.daad.de/files/2011/10/nafisa.jpg"><img class="size-full wp-image-1298" src="http://millennium-express.daad.de/files/2011/10/nafisa.jpg" alt="Nafisa Fayzullaeva" width="510" height="348" /></a><p class="wp-caption-text">Nafisa Fayzullaeva: &quot;Das sind keine Träume&quot;. (C) Marcus Dewanger</p></div>
<p>Auf Sonnenenergie setzt auch David Kigima vom Studiengang „Renewable Energy“ an der Universität Oldenburg. Er präsentierte ein Bewässerungssystem für Gewächshäuser, das die Kraft der Sonne nutzt. Die Investition, die sich mehrere Farmer teilen könnten, lohne sich langfristig: „Außerdem haben wir Verantwortung für die nächste Generation.“</p>
<p>Sieger des Wettbewerbs, den die Teilnehmer selbst küren durften, wurde mit knappem Vorsprung das Projekt der Stipendiaten des Hohenheimer Masterstudiengangs „Agricultural Economics“. Ihre Idee, mit der Purgiernuss als Bio-Energiepflanze unternehmerische Konzepte zu entwickeln, überzeugte.</p>
<p>Doch welchen Weg auch immer die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit unternehmerischem Mut gehen werden, ihre Studienzeit in Deutschland und ihre Begegnungen auf den Workshops des „Millennium Express“ werden weltweit auf dem Energiesektor Früchte tragen. Auch das weiß Unternehmer Marius Bierig aus seiner Zeit in Äthiopien zu berichten: „Die Erfahrung, woanders zu sein, ist das wertvollste Geschenk für einen guten Lebensweg.“</p>
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		<title>&#8220;Über Wasser kann man ewig reden&#8221;</title>
		<link>http://blog.daad.de/millennium-express/2011/06/28/uber-wasser-ewig-reden/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Jun 2011 09:02:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>millennium-express</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ingenieure und Manager diskutierten in Suderburg weit über die Technik hinaus Kaum ein Thema ist so vielschichtig wie Wasser. Das wurde auf der fünften Station des Millennium Express im Norden Deutschlands deutlich. Das Thema: „Enough Water for all“ – Genügend &#8230; <a href="http://blog.daad.de/millennium-express/2011/06/28/uber-wasser-ewig-reden/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ingenieure und Manager diskutierten in Suderburg weit über die Technik hinaus</strong></p>
<p><a href="http://millennium-express.daad.de/files/2011/06/suderburg-wasserspiele-kl1.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1183" src="http://millennium-express.daad.de/files/2011/06/suderburg-wasserspiele-kl1.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><strong>Kaum ein Thema ist so vielschichtig wie Wasser. Das wurde auf der fünften Station des Millennium Express im Norden Deutschlands deutlich. Das Thema: „Enough Water for all“ –  Genügend Wasser für alle. Um dies zu ermöglichen, müssen Ingenieure nicht nur Wehre, Staudämme, Bewässerungsanlagen oder Kanalisationssysteme bauen. Auch soziale Fragen spielen bei der Bereitstellung von ausreichend Wasser eine entscheidende Rolle.</strong></p>
<p><span id="more-1181"></span></p>
<p>Der Suderburger Workshop begann mit „Wasserspielen“: Wer schafft es, mit Augenmaß genau einen Liter Wasser zu pumpen? Wer schmeckt den Unterschied zwischen Mineral- und Leitungswasser? Die Studierenden im Masterstudiengang „Klimawandel und Wasserwirtschaft“ (KLIWAWI) hatten für die Gäste des Workshops mehrere Stationen mit Fragen rund um das kostbare Nass aufgebaut. Der Parcours führte die aus ganz Deutschland angereisten DAAD-Stipendiaten quer über den Campus und in die Labore. Was zunächst einfach aussah, erforderte Fingerspitzengefühl. „Beim Pumpen haben alle die Menge eines Liters überschätzt und zuviel abgefüllt“, erzählt der Brasilianer Humberto da Silva, DAAD-Stipendiat im KLIWAWI-Studiengang.</p>
<p>Technik macht einen großen Teil der Arbeit der Wasserbau-, Umwelt- und Agraringenieure und Naturwissenschaftler aus, die sich in Norddeutschland trafen. So waren sie fasziniert von den Versuchen in den Laboren auf dem Campus Suderburg der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften. Beispielsweise beschäftigten sie sich mit Phänomenen, die am Überlauf eines Wehres entstehen.</p>
<p><strong>Bessere Technik – mehr Nutzen</strong></p>
<p>Die Wasserprobleme in den Heimatländern der Stipendiaten sind sehr unterschiedlich und doch ähnlich. Meist geht es darum, Wasser mit technischen Mitteln ohne Verluste zu transportieren. „Wir haben aufgrund der klimatischen Bedingungen zu bestimmten Zeiten zu viel Wasser bis hin zu Überschwemmungen oder es fällt kein Tropfen Regen und das Land trocknet aus“, berichtet Zaw Zaw Latt aus Myanmar. Er hat „Water Resources Management“ studiert und wird ab dem Wintersemester in Lüneburg mit einem DAAD-Stipendium promovieren.</p>
<p>Technische Innovation ist daher entscheidend, sagt seine Landsmännin Myint Thidar: „Wir müssen herausfinden, mit welcher Technologie wir das Wasser in unserer Umgebung wirkungsvoll nutzen können. Wie können wir Wasser auffangen, speichern und in Trockenzeiten damit die Felder bewässern?“ Das muss gut überlegt sein, denn, so betont Zaw Zaw Latt, „Beregnungsanlagen bringen in heißen Ländern gar nichts. Das Wasser verdunstet, bevor es den Boden erreicht.“</p>
<div id="attachment_1184" class="wp-caption alignnone" style="width: 520px"><a href="http://millennium-express.daad.de/files/2011/06/suderburg-wasserspiele-gr.jpg"><img class="size-full wp-image-1184" src="http://millennium-express.daad.de/files/2011/06/suderburg-wasserspiele-gr.jpg" alt="Über Wasser kann man ewig reden: Der Workshop begann auch gleich mit Wasserspielen. (C) Philipp Schulze" width="510" height="373" /></a><p class="wp-caption-text">Über Wasser kann man ewig reden: Der Workshop begann auch gleich mit Wasserspielen. (C) Philipp Schulze</p></div>
<p><a href="http://millennium-express.daad.de/files/2011/05/Millenium-Express_9743.jpg"></a></p>
<p><strong>Rohstoff oder Menschenrecht?</strong></p>
<p>Ganz andere Fragen stellten sich den rund 40 Teilnehmern in den vier intensiven Workshops. „Über faire Wasserpreise müssen wir diskutieren“, sagt Humberto da Silva, der die Folgen des Klimawandels für die weltweite Wasserversorgung im Blick hat. In den nächsten 45 Jahren werde vermutlich jeder zweite Mensch in einer Gegend leben, in der Wasser knapp ist. „Was mit Öl passiert, wird auch mit Wasser geschehen. Es wird weniger und teurer“, so der DAAD-Stipendiat.</p>
<p>„Die Erfahrung, dass der Wasserverbrauch überall auf der Welt anders oder mitunter gar nicht abgerechnet wird, gehörte zu den ersten Lerneffekten der Austauschs“, berichtet Professor Klaus Röttcher, der den KLIWAWI-Studiengang koordiniert und seine Studierenden bei der Vorbereitung des Workshops unterstützt hat. Der Preis für Leitungswasser ergibt sich unter anderem aus den Kosten für Aufbereitung, Leitungen und Transport. „Aber wie vermitteln wir, welchen Wert Wasser an sich hat?“ fragt Resha Piya. Die Nepalesin studiert in Flensburg im Masterstudiengang „Energy and Environmental Management“, gefördert vom DAAD.</p>
<p>Der Zugang zu Wasser ist seit 2002 ein weltweit gefordertes Menschenrecht, das aktuell für mehr als 800 Millionen Menschen nicht existiert. Dabei trifft der Mangel stets die Armen. Darf man den Ärmsten der Armen also überhaupt Geld für ein Menschenrecht abverlangen? Die Diskussion in Suderburg war heftig und berührte die grundlegenden Weichen, die man stellen muss, wenn Wasser zum Thema wird. Deutlich wurde der Unterschied, ob man von Wasser als einer limitierten Ressource spricht, vom allgemeinen Recht auf sauberes Wasser, von Trinkwasser oder von „Brauchwasser“, dem vom Menschen benötigten Rohstoff im Lebensalltag oder in der Industrie.</p>
<p>„Unser Konzept ging mit der angeregten Diskussion voll auf“, sagt Klaus Röttcher. „Wir haben darauf gesetzt, dass mehr Austausch, Verständnis und Miteinander möglich wird, wenn die Teilnehmer 2,5 Stunden zusammenarbeiten und nicht nur zuhören müssen“. Für Humberto da Silva kam die intensive Debatte nicht unerwartet, denn „über Wasser kann man ewig reden.“</p>
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		<title>Was tun mit Abwasser?</title>
		<link>http://blog.daad.de/millennium-express/2011/06/27/was-tun-mit-abwasser/</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Jun 2011 10:09:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>millennium-express</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Sanitäre Einrichtungen oder Kläranlagen – auch Thema in Suderburg Wasser wird gebraucht, durch Nutzung verschmutzt und abgeleitet. In vielen Ländern geht die knappe Ressource dabei verloren. Wie Wasser besser verwendet werden kann, war deshalb auch ein wichtiges Thema in Suderburg. &#8230; <a href="http://blog.daad.de/millennium-express/2011/06/27/was-tun-mit-abwasser/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sanitäre Einrichtungen oder Kläranlagen – auch Thema in Suderburg</strong></p>
<p><a href="http://millennium-express.daad.de/files/2011/06/suderburg-kläranlage-klein1.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1174" src="http://millennium-express.daad.de/files/2011/06/suderburg-kläranlage-klein1.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><strong>Wasser wird gebraucht, durch Nutzung verschmutzt und abgeleitet. In vielen Ländern geht die knappe Ressource dabei verloren. Wie Wasser besser verwendet werden kann, war deshalb auch ein wichtiges Thema in Suderburg. Die Teilnehmer eines speziellen Abwasser-Workshops diskutierten beispielsweise über passende sanitäre Anlagen für wasserarme Regionen. Außerdem besuchten alle Teilnehmer die Kläranlage der Stadt Uelzen.</strong></p>
<p><span id="more-1172"></span></p>
<p>Latrine, Faulgrube, Trockentoilette oder Wasserklosett – es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, um zu entsorgen, was täglich millionenfach anfällt. In Jordanien kommen Wasserspülungen für alle auf Dauer nicht in Frage: Wasser ist dort zu knapp.</p>
<p>Über Konzepte für sanitäre Anlagen zu diskutieren war ein Wagnis. Denn auf den ersten Blick steht in den Ländern der Teilnehmer oft die Versorgung mit Wasser stärker im Fokus als die Entsorgung. „Wir befürchteten, dass sich kaum jemand für Abwassersysteme interessieren würde“, berichtet Barbara Kölsch, Mitorganisatorin des Workshops auf dem Campus Suderburg der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften. Die Geografin aus Deutschland studiert im Masterstudiengang „Klimawandel und Wasserwirtschaft“ (KLIWAWI). Der Abwasser-Workshop war dann doch gut besucht.</p>
<p><strong>Neue Ansätze in Jordanien</strong></p>
<p>„Wir arbeiten in Jordanien an einer Sanitär-Technik, die wir tap to tap and toilet to toilet nennen“, erläutert Mohammad Abdallah. Er bereitet sich derzeit an der Technischen Universität Hamburg-Harburg auf seinen Master in Umwelttechnik vor. Da Jordanien bereits ein Abwassersystem habe, komme es künftig auf einen Wasser sparenden Umbau der Toiletten in Privathaushalten an. Zwei Abwasserrohre sollen dann Urin und Fäkalien getrennt abführen. Der Urin werde mit wenig Wasser vermischt und diene dazu, die Toilette zu spülen. Somit fällt weniger Wasser im Haushalt an. „Das beste System gibt es aber nicht“, sagt Barbara Kölsch und fasst die Ergebnisse des Workshops zusammen: „Das Entscheidungskriterium für das eine oder andere System hängt eng mit dem Niveau der Infrastruktur eines Landes zusammen.“</p>
<p><a href="http://millennium-express.daad.de/files/2011/05/Millenium-Express_9743.jpg"></a><a href="http://millennium-express.daad.de/files/2011/06/suderburg-kläranlage.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1175" src="http://millennium-express.daad.de/files/2011/06/suderburg-kläranlage.jpg" alt="" width="500" height="431" /></a></p>
<p><strong>Zurück in den Kreislauf</strong></p>
<p>Trenn- oder Trockentoiletten sind das Ergebnis neuer Überlegungen. Urin und Fäkalien werden nicht als Abfall, sondern als nützliche Ressourcen betrachtet. Ihre enthaltenen Nährstoffe könnten als Dünger eingesetzt und in einen Kreislauf zurückgespeist werden. Ein System nachhaltiger Sanitärversorgung ist „Ecosan“. „Dazu gehören neben separierenden Toiletten auch Pflanzenkläranlagen oder Kläranlagen, die Energie produzieren“, so Barbara Kölsch.</p>
<p>Die Exkursion zur Kläranlage von Uelzen war für alle Teilnehmer ein spannender Höhepunkt und eine wertvolle Erfahrung. Professor Klaus Röttcher, der den gesamten Suderburger Workshop des KLWAWI-Studiengangs inhaltlich begleitete, hat das geahnt: „Viele Teilnehmer waren erstaunt, wie sauber das Wasser am Ende wieder ist!“</p>
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		</item>
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		<title>„In der Zusammenarbeit fallen alle Barrieren“</title>
		<link>http://blog.daad.de/millennium-express/2011/05/17/%e2%80%9ein-der-zusammenarbeit-fallen-alle-barrieren%e2%80%9c/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 May 2011 14:07:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>millennium-express</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.daad.de/millennium-express/?p=1063</guid>
		<description><![CDATA[Deutsche und arabische DAAD-Stipendiaten trafen Parlamentarier Ihr Fachwissen unterscheidet sich, ihre kulturelle Herkunft auch, und das Verhältnis zwischen Politik, Wissenschaft und Praxis ist in ihren Ländern oft unnahbar. Es gibt viele Hürden. Aber als im Mai der „Millennium Express“ in &#8230; <a href="http://blog.daad.de/millennium-express/2011/05/17/%e2%80%9ein-der-zusammenarbeit-fallen-alle-barrieren%e2%80%9c/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Deutsche und arabische DAAD-Stipendiaten trafen Parlamentarier</strong></p>
<p><a href="http://millennium-express.daad.de/files/2011/05/Millenium-Express_9689.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1064" src="http://millennium-express.daad.de/files/2011/05/Millenium-Express_9689-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><strong>Ihr Fachwissen unterscheidet sich, ihre kulturelle Herkunft auch, und das Verhältnis zwischen Politik, Wissenschaft und Praxis ist in ihren Ländern oft unnahbar. Es gibt viele Hürden. Aber als im Mai der „Millennium Express“ in Berlin hielt, machte das Treffen von rund 50 deutschen und arabischen DAAD-Stipendiaten aus bi-kulturellen Masterstudiengängen eines deutlich: In der aktiven Zusammenarbeit für eine Sache liegt die grenzüberschreitende Kraft. </strong></p>
<p><span id="more-1063"></span></p>
<p>Es gibt viele Möglichkeiten und gute Ideen zur Entwicklung in den relevanten Bereichen Wasser, Energie, Wirtschaft und Bildung. Aber wie setzt man sie erfolgreich um? Mit guten kommunikativen Beziehungen. Um die politischen Wege von der Planung über die Entscheidung bis hin zur Realisierung eines Projekts kennen zu lernen, besuchten die in Berlin versammelten DAAD-Stipendiaten zahlreiche Fachausschüsse, Ministerien und sprachen unmittelbar mit Abgeordneten.</p>
<p><strong>Klares Ziel vor Augen</strong></p>
<p>„Unser Besuch im deutschen Entwicklungsministerium hat mich sehr beeindruckt“, sagte der Syrer Ramez Muhjeh, der im deutsch-arabischen Masterstudiengang „Ökonomischer Wandel“ an den Universitäten Marburg und Damaskus studiert. Ein solcher direkter Austausch mit Politikern und hohen Beamten sei in seinem Land nicht möglich: „Ich weiß jetzt, wie es sein könnte, und habe ein klares Ziel vor Augen.“</p>
<p><a href="http://millennium-express.daad.de/files/2011/05/Millenium-Express_9743.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1065" src="http://millennium-express.daad.de/files/2011/05/Millenium-Express_9743-e1305641351318.jpg" alt="" width="548" height="365" /></a></p>
<p>Der Parlamentarische Abend im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung hinterließ ebenfalls Eindruck, sowohl bei den Studierenden als auch bei den Gästen aus Diplomatie und Politik. Die Islamwissenschaftlerin Professorin Gudrun Krämer gab eine differenzierte Einordnung und Einschätzung der aktuellen politischen Ereignisse in den arabischen Ländern aus deutscher Perspektive. „Ich bin begeistert, wie gut sie sich mit den Verhältnissen in der arabischen Region auskennt“, sagte die Ägypterin Salma Bakr, die „Erneuerbare Energien und Energieeffizienz in der MENA-Region“ an den Universitäten Kairo und Kassel studiert. Kommunikation werde sehr viel leichter, wenn im Arbeitsprozess alle Seiten gut informiert und einander aufgeschlossen sind.</p>
<p>Auch während der Woche in Berlin ging die Idee der vier deutsch-arabischen Masterstudiengänge auf, Netzwerke zu bilden sowie die fächer- und kulturübergreifende Zusammenarbeit voranzubringen. „Ich bin immer wieder überrascht, wie schnell deutsche und arabische Studierende zueinander finden. In der Zusammenarbeit fallen alle Barrieren“, sagte die Ägypterin Rana Yacoub, Studentin im Masterstudiengang „Ökonomischer Wandel“.</p>
<p><strong>Auch Araber sind unterschiedlich</strong></p>
<p>Untereinander kamen sich die Studierenden in den kleinen Gruppen näher: In jedem der bi-kulturellen Studiengänge finden sich deutsche und Postgraduierte aus  verschiedenen arabischen Ländern. „Unterschiede gibt es nicht nur zwischen Deutschen und Arabern, auch innerhalb der arabischen Region sind nicht alle gleich“, betonte Noha Saad, ägyptische DAAD-Stipendiatin im Masterstudiengang „Erneuerbare Energien und Energieeffizienz in der MENA-Region“ an den Universitäten Kairo und Kassel. Der ständige Austausch, beflügelt durch vorübergehende interkulturelle Wohngemeinschaften, sei die beste Starthilfe, um später in beruflichen Positionen in der Entwicklungszusammenarbeit erfolgreich zu werden. „Über Wasser, Energie oder Wirtschaft werden wir nicht nur mit Deutschland, sondern auch nachbarschaftlich miteinander kooperieren müssen“, sagt Noha Saad.</p>
<p><a href="http://millennium-express.daad.de/files/2011/05/Millenium-Express_9573.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1066" src="http://millennium-express.daad.de/files/2011/05/Millenium-Express_9573-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Auch die Deutschen lernen viel in der Begegnung mit den arabischen Kommilitonen. „Wenn die Deutschen in den arabischen Ländern sind, lernen sie, geduldiger und flexibler zu werden, wenn nicht alles sofort klappt“, beobachtet Ramez Muhjeh aus Syrien. Gemeinsam verändere sich die Kultur aller und man bewege sich dann für die fachliche Zusammenarbeit ganz natürlich aufeinander zu: die wertvollste Erfahrung, um gemeinsame Ziele zu erreichen.</p>
<p>Modernität bedeute überall Reflexivität und kritisches Hinterfragen, sagte Islamwissenschaftlerin Gudrun Krämer beim Parlamentarischen Abend. Wie genau, das müsse jeder Einzelne und jede Gesellschaft für sich klären. Aber an die Stipendiaten gerichtet betonte sie: „Wer diese Fähigkeiten und Erfahrungen hat, wird dringend gebraucht – und Sie sind dafür qualifiziert.“</p>
<p>Weitere Infos</p>
<ul>
<li><a href="http://www.facebook.com/media/set/?set=a.149322895138392.34705.127032497367432">Fotos vom Parlamentarischen Abend auf facebook</a></li>
<li><a href="http://www.facebook.com/media/set/?set=a.149322368471778.34704.127032497367432">Fotos von der Pressekonferenz auf facebook</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Wir wissen viel, aber wir lernen nicht daraus&#8221;</title>
		<link>http://blog.daad.de/millennium-express/2011/05/04/wir-wissen-viel/</link>
		<comments>http://blog.daad.de/millennium-express/2011/05/04/wir-wissen-viel/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 May 2011 09:19:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>millennium-express</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dortmund]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.daad.de/millennium-express/?p=1021</guid>
		<description><![CDATA[Dortmunder Raumplaner diskutieren Möglichkeiten des Katastrophenschutzes Wirkungsvoller Katastrophenschutz beginnt lange vor der Katastrophe und hat viel mit richtigem Management zu tun. Das wurde auf der dritten Station des &#8220;Millennium Express&#8221; Ende April deutlich. &#8220;Planning for Disaster Prone Areas: Approaches, Strategies &#8230; <a href="http://blog.daad.de/millennium-express/2011/05/04/wir-wissen-viel/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dortmunder Raumplaner diskutieren Möglichkeiten des Katastrophenschutzes</strong></p>
<p><a href="http://millennium-express.daad.de/files/2011/05/reisebericht-dortmund-frage.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1024" src="http://millennium-express.daad.de/files/2011/05/reisebericht-dortmund-frage-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><strong>Wirkungsvoller Katastrophenschutz beginnt lange vor der Katastrophe und hat viel mit richtigem Management zu tun. Das wurde auf der dritten Station des &#8220;Millennium Express&#8221;  Ende April deutlich. &#8220;Planning for Disaster Prone Areas: Approaches, Strategies and Experience from Haiti&#8221; lautete das Thema eines Workshops, zu dem 18 DAAD-Stipendiaten der Technischen Universität Dortmund einluden. </strong></p>
<p><span id="more-1021"></span></p>
<p>Gute Planung ist mindestens so wertvoll wie schnelle Hilfe: Dieses Fazit stand am Ende zweitägiger Diskussion und intensiven Austausch über die Chancen des  Katastrophenschutzes. 66 Teilnehmer brachten ihre Ideen und Erfahrungen ein.</p>
<p>Das Katastrophenrisiko ergibt sich einerseits aus der rechnerischen Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Unglück kommt, andererseits aus der Verwundbarkeit einer Region. Deshalb hätten Planer mehrere Möglichkeiten im Vorfeld einzugreifen, erläuterte Mark Fleischhauer vom Institut für Raumplanung der TU Dortmund: Zum einen müssen die Strukturen so gestaltet sein, dass sie weniger anfällig sind. Zum anderen müssen Gebieten mit mehrfachem Risiko so weiterentwickelt werden, dass künftige Katastrophen weniger Schaden anrichten können. Darüber hinaus sollten Bewohner gefährdeter Regionen informiert und darin trainiert werden, wie sie ihr persönliches Risiko verringern können. &#8220;Raumplaner wissen meist, was zu tun ist&#8221;, sagte Fleischhauer. &#8220;Das Problem ist, dass ihnen die Ressourcen fehlen, um die Entscheidungsträger zu überzeugen.&#8221;</p>
<p><a href="http://millennium-express.daad.de/files/2011/05/reisebericht-dortmund-publikum.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1023" src="http://millennium-express.daad.de/files/2011/05/reisebericht-dortmund-publikum.jpg" alt="" width="510" height="340" /></a></p>
<p>Mangelnder politischer Wille ist häufig verknüpft mit zu schwachem Bewusstsein für mögliche Gefahren. &#8220;Das soziale Gedächtnis für Katastrophen überdauert nur wenige Generationen&#8221;, sagte Felix Diesner, Experte für Nahrungssicherheit aus Kolumbien. Deshalb würden Fehler immer wieder gemacht: Menschen siedeln in Flussbetten, die von Überschwemmung gefährdet sind, bauen marode Häuser in Hanglagen, die einem Erdbeben oder Erdrutsch nicht standhalten oder holzen Wälder ab, die Erosion vermeiden. &#8220;Wir wissen viel, aber wir lernen nicht daraus.&#8221; Das Problem besteht besonders in Entwicklungsländern, wo große Armut und geringe Aufklärung eine nachhaltige Planung erschweren – mit fatalen Folgen bei Katastrophen: Die Zahl der Toten ist 50mal so hoch wie bei einem gleichartigen Ereignis in Industrieländern.</p>
<p><a href="http://millennium-express.daad.de/files/2011/05/reisebericht-dortmund-ausstellung.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1022" src="http://millennium-express.daad.de/files/2011/05/reisebericht-dortmund-ausstellung-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Mit dem Dortmunder Workshop wollten die Organisatoren, die 18 Teilnehmer des Studiengangs &#8220;Spatial Planning for Regions in Growing Economies&#8221; (SPRING), die Wahrnehmung für naturbedingte und von Menschen gemachte Gefahren schärfen. Deshalb berichtete Johannes Horstmann, Alumnus des Dortmunder Studiengangs, von seinen Erfahrungen während des Erdbebens in Haiti. Yegana Guliyeva vom Caribbean Regional Office der Lutheran World Federation gab einen Einblick in die Praxis der Helfer.</p>
<p>Die Veranstalter ließen auch Bilder sprechen: Eine Ausstellung zeigte Fotos vor, während und nach den Katastrophen in Haiti, Japan und Pakistan. Dazu stellten die Organisationen Save the Children und Food For The Poor sowie Inka Reichert, Ali Barkat und Yuki Goto Aufnahmen zur Verfügung. Auch bei der Ausstellung spielten persönliche Erfahrungen eine wichtige Rolle. DAAD-Stipendiat Ali Barkat zum Beispiel steuerte seine Fotos von den Anfängen der Flutkatastrophe 2010 in Pakistan bei. Im Einsatz nahe der chinesischen Grenze war der Dortmunder SPRING-Student von heftigen Regenfällen überrascht worden. Zu Fuß und in Leihfahrzeugen mussten er und seine Kollegen sich drei Tage lang durchschlagen. &#8220;Es war eine tiefgreifende Erfahrung, zu erleben, wie die Menschen von der Katastrophe getroffen wurden – aber gleichzeitig uns geholfen haben.&#8221;</p>
<p>Der Workshop war nicht nur thematisch bereichernd: Die DAAD-Stipendatin Rowena Zapanta von den Philippinen ist davon überzeugt, das sie als Mitorganisatorin viele nützliche praktische Erfahrungen für ihr Berufsleben gewonnen hat.</p>
<p>Weitere Infos</p>
<ul>
<li><a href="http://www.facebook.com/media/set/?set=a.146528038751211.33549.127032497367432">Fotos vom Workshop auf facebook</a></li>
<li><a href="http://millennium-express.daad.de/home/ein-restrisiko-bleibt-immer/">Interview mit Mark Fleischhauer: “Ein Restrisiko bleibt immer”</a></li>
<li><a href="http://millennium-express.daad.de/home/gute-planung-kann-leben-retten/">Interview mit Johannes Horstmann: “Gute Planung kann Leben retten&#8221;</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Kleine Schritte zum Wandel</title>
		<link>http://blog.daad.de/millennium-express/2011/03/14/kleine-schritte-zum-wandel/</link>
		<comments>http://blog.daad.de/millennium-express/2011/03/14/kleine-schritte-zum-wandel/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Mar 2011 11:32:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>millennium-express</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freiburg]]></category>

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		<description><![CDATA[DAAD-Stipendiaten im Gespräch „Auch als Einzelner kann ich Einfluss nehmen“ – das ist eine der wichtigen Erkenntnisse, die DAAD-Stipendiaten von der Freiburger Konferenz zur Green Economy Ende Februar mitnehmen. Über ihre Eindrücke und die Situation in ihrer Heimat berichten Kwame &#8230; <a href="http://blog.daad.de/millennium-express/2011/03/14/kleine-schritte-zum-wandel/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>DAAD-Stipendiaten im Gespräch</strong></p>
<p><strong><a href="http://millennium-express.daad.de/files/2011/03/interview-01.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-892" src="http://millennium-express.daad.de/files/2011/03/interview-01-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>„Auch als Einzelner kann ich Einfluss nehmen“ – das ist eine der wichtigen Erkenntnisse, die DAAD-Stipendiaten von der Freiburger Konferenz zur Green Economy Ende Februar mitnehmen. Über ihre Eindrücke und die Situation in ihrer Heimat berichten Kwame Ababio aus Ghana, Khan Mehedi Hasan aus Bangladesch und Ericka Toledo Zurita aus Mexiko . </strong></p>
<p><span id="more-890"></span></p>
<p><strong>Welche Rolle spielt die Diskussion über Nachhaltigkeit in Ihrer Heimat?</strong><br />
<strong><br />
Khan Mehedi Hasan: </strong>Der Klimawandel hat Bangladesch zu einem der verwundbarsten Länder der Erde gemacht. Überschwemmungen und Zyklone kommen häufiger vor als früher. Der bisher schlimmste Zyklon kostete 2007 viele Menschen das Leben und richtete Schäden in Höhe von 1,7 Milliarden US-Dollar an. Mit diesen bedrohlichen Veränderungen müssen wir uns auseinandersetzen.</p>
<div id="attachment_894" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://millennium-express.daad.de/files/2011/03/interview-161.jpg"><img class="size-medium wp-image-894" src="http://millennium-express.daad.de/files/2011/03/interview-161-200x300.jpg" alt="Ericka Toledo Zurita (30) aus Mexiko ist Anwältin für Umweltrecht. Sie studiert in Freiburg im DAAD-geförderten Masterstudiengang Environmental Governance." width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Ericka Toledo Zurita (30) aus Mexiko ist Anwältin für Umweltrecht. Sie studiert in Freiburg im DAAD-geförderten Masterstudiengang Environmental Governance.</p></div>
<p><strong>Ericka Toledo Zurita: </strong>In Mexiko ist das Problem ein anderes. Es herrschen große Gegensätze etwa zwischen unfassbarem Reichtum und extremer Armut. Oder ein anderes Beispiel für den Kontrast: Mexiko hat auf der Weltausstellung in Shanghai einen Preis für die erste nachhaltige Stadt Amerikas gewonnen. Dennoch explodieren unsere Städte und fressen eine große Menge an Ressourcen. Außerdem hinterlässt die Umweltverschmutzung durch die Industrie deutliche Spuren. Mexiko besitzt eine sehr artenreiche Flora und Fauna. Dass dieser besondere Reichtum ein großes Kapital ist, das gerade zerstört wird, ist vielen Menschen, vor allem den ärmeren und weniger gebildeten, nicht klar.</p>
<p><strong>Kwame Ababio: </strong>In Ghana geht es um die Frage der sicheren Ernährung. Die Landbevölkerung kann sich nicht selbst versorgen, sie ist auf Hilfsorganisationen angewiesen und wandert ab in die Städte, wo die Armut noch größer ist. Viele Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, und die Verwüstung der Landschaft nimmt zu. Ghana versucht, dem entgegenzuwirken. Ich habe zum Beispiel in einem Projekt gearbeitet, das Menschen dabei unterstützt, Produkte wie Honig oder Pilze selber anzubauen anstatt diese im Wald zu sammeln und dabei die Bäume zu fällen. Aber um solches verändertes Wirtschaften im großen Stil umsetzen zu können, fehlt das Geld.</p>
<p><strong>Welche Chancen hat die Green Economy in Entwicklungsländern?</strong></p>
<div id="attachment_896" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://millennium-express.daad.de/files/2011/03/interview-21.jpg"><img class="size-medium wp-image-896" src="http://millennium-express.daad.de/files/2011/03/interview-21-200x300.jpg" alt="Kwame Ababio (32) aus Ghana arbeitete für eine NGO. Jetzt  studiert er in Freiburg im DAAD-geförderten Masterstudiengang Environmental Governance." width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Kwame Ababio (32) aus Ghana arbeitete für eine NGO. Jetzt  studiert er in Freiburg im DAAD-geförderten Masterstudiengang Environmental Governance.</p></div>
<p><strong>Kwame Ababio:</strong> In der Theorie ist Ghana schon jetzt ein Staat, der auf Nachhaltigkeit achtet. Wir haben wunderbare Gesetze, die das regeln. Aber es hapert bei der Umsetzung. Afrikanische Farmer sollen organischen Dünger einsetzen, dabei sind sie schon jetzt nicht konkurrenzfähig. Das Futter ist viel zu teuer und die Landwirtschaft in den Industrieländern wird subventioniert.</p>
<p><strong>Khan Mehedi Hasan:</strong> Für mehr Nachhaltigkeit brauchen wir hochentwickelte Technologie. Selbst in Deutschland haben viele Menschen nicht das Geld, um zum Beispiel ein Passivhaus zu bauen. Wie soll das dann erst in einem Entwicklungsland möglich sein? Oder nehmen wir das Thema Nahrung: In einem armen Land denken Menschen nicht darüber nach, wie ein Produkt entstanden ist. Sie nehmen immer das günstigste.</p>
<p><strong>Welche neuen Ideen haben Sie durch die Freiburger Konferenz erhalten?</strong></p>
<p><strong>Ericka Toledo Zurita:</strong> Als Anwältin für Umweltrecht weiß ich um die schlechten Dinge in meinem Land. Während meines Studiums in Deutschland und auf dieser Konferenz habe ich erlebt, wie ignorant die Menschen gegenüber dem sind, was in anderen Teilen der Welt passiert. Die wenigsten verstehen die komplexen Mechanismen des Welthandels. Und die wenigsten interessieren sich dafür, diese Prozesse auf ihre Umwelttauglichkeit kritisch zu prüfen und entsprechend zu ändern.</p>
<div id="attachment_895" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://millennium-express.daad.de/files/2011/03/interview-13.jpg"><img class="size-medium wp-image-895" src="http://millennium-express.daad.de/files/2011/03/interview-13-200x300.jpg" alt="Khan Mehedi Hasan (28) aus Bangladesch war Dozent für Wirtschaft an der Universität von Khulna. Zurzeit studiert er im Masterstudiengang International and Development Economics an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, gefördert vom DAAD." width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Khan Mehedi Hasan (28) aus Bangladesch war Dozent für Wirtschaft an der Universität von Khulna. Zurzeit studiert er im Masterstudiengang International and Development Economics an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, gefördert vom DAAD.</p></div>
<p><strong>Khan Mehedi Hasan:</strong> Ich lehre Wirtschaft an der Universität von Khulna. Insofern war es für mich sehr interessant, mich auf der Konferenz mit anderen Wissenschaftlern auszutauschen. Für mich persönlich habe ich folgende Erkenntnis mitgenommen: Die Industrienationen sind für einen Großteil der Klimaveränderung in Bangladesch verantwortlich, und die Menschen dort warten darauf, dass die Verursacher Schutzmaßnahmen ergreifen. In Freiburg habe ich gelernt: Auch wenn die Industriestaaten sich weigern zu handeln, so können doch die Entwicklungsländer etwas tun. Wenn sich die Welt nicht auf einen gemeinsamen Kurs einigen kann, heißt das noch lange nicht, dass jeder in Tiefschlaf fallen muss.</p>
<p><strong>Kwame Ababio: </strong>Ja, das stimmt. Ich habe schon viele Konferenzen besucht, stets auf der Suche nach etwas Neuem. In Freiburg habe ich erfahren, dass Wandel durch die einzelnen Menschen angestoßen und vorangetrieben wird. Den Regierungen sind meist durch multinationale, profitorientierte Organisationen die Hände gebunden. Aber eine kleine Gruppe oder eine Region, die sich nachhaltig organisiert, kann etwas bewirken. Auch als Einzelner kann ich Einfluss nehmen.</p>
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		</item>
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		<title>Inspiration und Austausch</title>
		<link>http://blog.daad.de/millennium-express/2011/03/03/inspiration-und-austausch/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Mar 2011 08:19:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>millennium-express</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freiburg]]></category>

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		<description><![CDATA[Muss der Traum von einer besseren, nachhaltigen Welt ein Traum bleiben? DAAD-Stipendiaten trafen sich am 25. und 26. Februar an der Universität Freiburg, um über diese Frage zu diskutieren. Die zweite Veranstaltung der Reihe &#8220;Millennium Express&#8221; drehte sich um &#8220;Inspiring &#8230; <a href="http://blog.daad.de/millennium-express/2011/03/03/inspiration-und-austausch/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://millennium-express.daad.de/files/2011/03/freiburg-36.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-839 alignright" src="http://millennium-express.daad.de/files/2011/03/freiburg-36-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><strong>Muss der Traum von einer besseren, nachhaltigen Welt ein Traum bleiben? DAAD-Stipendiaten trafen sich am 25. und 26. Februar an der Universität Freiburg, um über diese Frage zu diskutieren. Die zweite Veranstaltung der Reihe &#8220;Millennium Express&#8221; drehte sich um &#8220;Inspiring Change towards a Green Economy&#8221; – und sie hatte einiges an ungewöhnlicher Inspiration zu bieten. </strong></p>
<p><span id="more-838"></span></p>
<p>Was hat ein Operntenor mit dem Thema Führung zu tun? 30 Seminarteilnehmer betrachten erstaunt eine Video-Projektion, in der Placido Domingo eine Arie schmettert und dabei von einem Orchester begleitet wird. Auf den ersten Blick haben die Studenten keine Antwort parat. Erst auf den zweiten Blick wird die Botschaft des Videos klar: Die Führung in dieser Situation hat eigentlich der Dirigent, doch er nimmt sich zurück, lässt dem Solisten Raum für Improvisation. &#8220;Komplexe globale Probleme lassen sich nicht länger von einem Helden an der Spitze lösen&#8221;, erklärt Referent Benjamin Kafka anhand dieses Beispiels, &#8220;es geht vielmehr um ein gemeinsames Ziel und um Zusammenarbeit.&#8221;</p>
<p>Seine Zuhörer sind in den Workshop gekommen, um etwas über Change Management zu lernen. Sie sind Fach- und Führungskräfte aus Entwicklungsländern, die sich in Masterprogrammen an deutschen Universitäten weiterbilden. Der DAAD fördert sie mit dem Programm &#8220;Entwicklungsländerbezogene Aufbaustudiengänge&#8221;, das im kommenden Jahr 25 Jahre alt wird.</p>
<p><a href="http://millennium-express.daad.de/files/2011/03/freiburg-41.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-843" src="http://millennium-express.daad.de/files/2011/03/freiburg-41.jpg" alt="" width="510" height="326" /></a></p>
<p><strong>Eigene Visionen entwickeln</strong></p>
<p>Benjamin Kafka hat seinen Zuhörern eine Anleitung zur Entwicklung von eigenen utopischen Ideen versprochen. Mit seiner Agentur ImPULS ist er auf Schulungen zu Veränderungsprozessen spezialisiert. Die Teilnehmer des Workshops sollen ihre Vision einer nachhaltigen Zukunft als Bild zu Papier bringen. Es entstehen farbenfrohe Landschaften unter einem Regenbogen, eine Wolkenkratzerstadt, in deren direkter Nachbarschaft ein kleiner Traktor die Ernte auf den Feldern einbringt und Fischerboote im Fluss die Netze auswerfen. Gefüttert mit wissenschaftlichen Theorien sollen die Studierenden dann ihre eigene Theorie des Wandels entwickeln und überlegen, welche Rolle sie dabei spielen können. &#8220;Im Idealfall gehen die Leute hier heraus mit dem Wunsch, eine Idee umzusetzen, und mit einer Vorstellung, mit wem gemeinsam sie das tun können&#8221;, sagt Benjamin Kafka.</p>
<p>Der Change Management Workshop liefert keine einfachen Antworten und Rezepte, stattdessen regt er zur Reflexion an. &#8220;Mir ist eine Sache klar geworden&#8221;, sagt Joseph Faniyan aus Ghana. &#8220;Wandel fängt beim Individuum an. Man muss die Veränderung leben, die man erreichen will.&#8221; Kelli Rose Pearson aus den USA ist schon einen Schritt weiter: &#8220;Ich habe jetzt ein kleines Projekt und ich freue mich darauf, mich mit anderen darüber auszutauschen.&#8221;</p>
<p>Weitere Impressionen vom Workshop in unserer <a href="http://www.facebook.com/album.php?aid=24832&amp;id=127032497367432" target="_blank">Fotogalerie auf facebook</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Eine starke Gemeinschaft</title>
		<link>http://blog.daad.de/millennium-express/2011/02/02/dresden/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Feb 2011 13:21:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>millennium-express</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dresden]]></category>

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		<description><![CDATA[In ihrer Heimat sind sie Führungskräfte, in Deutschland bilden sich die DAAD- Stipendiaten aus Entwicklungsländern in Aufbaustudiengängen weiter. Sie organisierten Anfang November in Dresden einen Workshop zum Thema „Klimawandel und ökologische Nachhaltigkeit“. Sechs weitere Workshops werden 2011 folgen. Anlass der &#8230; <a href="http://blog.daad.de/millennium-express/2011/02/02/dresden/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://millennium-express.daad.de/files/2011/02/dresden-011.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-853" src="http://millennium-express.daad.de/files/2011/02/dresden-011-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In ihrer Heimat sind sie Führungskräfte, in Deutschland bilden sich die DAAD- Stipendiaten aus Entwicklungsländern in Aufbaustudiengängen weiter. Sie organisierten Anfang November in Dresden einen Workshop zum Thema „Klimawandel und ökologische Nachhaltigkeit“. Sechs weitere Workshops werden 2011 folgen. Anlass der Reihe ist das Jubiläum des Programms „Aufbaustudiengänge mit entwicklungsländerbezogener Thematik“, das im Jahr 2012 zum fünfundzwanzigsten Mal angeboten wird.</strong></p>
<p><span id="more-231"></span></p>
<p>Der Yasuni Nationalpark in Ecuador ist ein kleines Paradies: Im tropischen Regenwald des UNESCO Biosphärenreservats findet man so viele verschiedene Arten wie an fast keinem anderen Ort der Erde. Außerdem leben hier zwei Indio-Stämme, abseits aller Zivilisation und im Einklang mit der Natur. Unter dem Gelände liegen jedoch 846 Millionen Barrel Rohöl. Sie würden dem Entwicklungsland einen Erlös von 7,2 Milliarden US-Dollar einbringen, aber auch die Atmosphäre mit 407 Millionen Kubiktonnen Kohlenstoffdioxid verschmutzen. Deshalb möchte das Land auf die Ausbeute verzichten.</p>
<p>Gleichwohl wird das Geld dringend für Investitionen im eigenen Energie-, Bildungs-, Gesundheits- und Sozialsektor benötigt. Für dieses Dilemma hat sich die Regierung in Ecuador eine Lösung ausgedacht: Das Öl bleibt im Boden, wenn die internationale Staatengemeinschaft die Hälfte des Erlöses zahlt. „Eine ungewöhnliche, aber gute Idee“, findet Paola Betancourt, die aus Ecuador stammt und zurzeit in Bochum studiert. Weil der Vorschlag ihres Heimatlandes der Öffentlichkeit bisher weitgehend unbekannt ist, hat sie ihn beim Workshop „Climate Change and Environmental Sustainability“ zur Diskussion gestellt.</p>
<p>Das zweitägige Treffen an der Technischen Universität Dresden hatten DAAD-Stipendiaten organisiert, um sich zum Thema Klimawandel und ökologische Nachhaltigkeit auszutauschen. Eingeladen waren je vier Vertreter aus zehn verschiedenen Masterstudiengängen, von Sustainable Energy Systems and Management an der Universität Flensburg über Vermessung und Geoinformatik an der Fachhochschule Stuttgart bis zu Regionalwissenschaft und Raumplanung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Sie alle werden im Programm „Aufbaustudiengänge mit entwicklungsländerbezogener Thematik“ gefördert und sind in ihrer Heimat Fach- und Führungskräfte.</p>
<p>Paola Betancourt zum Beispiel macht zurzeit ihren Master in „Development Management“. Sie war vorher in Ecuador für das Öl- und Bergbau-Ministerium tätig. Der Workshop hat ihren Blick auf die Problematik erweitert: „Die verheerendsten Naturkatastrophen spielen sich häufig in armen Ländern ab und die Bevölkerung ist wesentlich stärker betroffen. Gerade in Entwicklungsländern gibt es daher eine ausgeprägte Sensibilität für die Probleme des Klimawandels. Dieser Gedanke sollte uns ermutigen neue Projekte zu entwickeln.“</p>
<p>Möglichkeit zum Austausch guter Ideen gab es viele. Die Teilnehmer stellten Fallstudien aus unterschiedlichen Regionen und aus unterschiedlicher wissenschaftlicher Perspektive vor. Auch ihr beruflicher Hintergrund, der vom Ingenieur bis zum Manager reicht, floss in die Referate mit ein. „Das Thema Nachhaltigkeit von Forstwirtschaft, Wasser, Ackerbau und Tourismus berührt eben sehr viele Studienfelder“, sagt Fred Kalanzi aus Uganda. Er studiert an der TU Dresden „Tropical Forestry Management“ und hat den Workshop gemeinsam mit sechs Kommilitonen organisiert. Basierend auf dem Wissen aus ihrem Studiengang, haben die Studierenden einen Projektplan erarbeitet, der vom DAAD akzeptiert und unterstützt wurde.</p>
<p>Neben der fachlichen Diskussion in Dresden ist Fred Kalanzi der persönliche Austausch mit den Teilnehmern wichtig „Wir haben nur zwei Tage lang zusammengearbeitet. Trotzdem gab es ein starkes Gemeinschaftsgefühl.“ Um dieses zu erhalten und auch in Zukunft den Wissensaustausch zu ermöglichen, gibt es nun eine Mailing-Liste.</p>
<p>Der Dresdner Workshop ist der erste von sieben in einer Reihe, die im kommenden Jahr an verschiedenen Standorten fortgesetzt wird. „Alle Workshops haben ein gemeinsames Motto: sie beziehen sich auf die Lösung globaler und Entwicklungsprobleme und den Beitrag von Hochschulbildung dazu“, sagt Anke Stahl, Referatsleiterin beim DAAD. Anlass der Reihe ist das Jubiläum des Programms „Entwicklungsländerbezogene Aufbaustudiengänge“, das im Jahr 2012 zum fünfundzwanzigsten Mal angeboten wird.</p>
<p>Text: Alexandra Straush</p>
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