„Immer die Wettervorhersage checken!“

Wie erleben neue DAAD-Stipendiaten ihre erste Zeit in Deutschland? Darüber berichten die vier Graduierten Diana Herrera Leon, Edral Pratam, Nisa Shalizad Butt und Ando Razafindrazaka. Um erste Eindrücke und Erfahrungen ging es im ersten Teil. Im zweiten Teil berichten die vier Stipendiaten, was sie an Deutschland überrascht hat und was sie zukünftigen Stipendiaten empfehlen.

 

 

 

 

Diana Herrera Leon, Edral Pratam und Nisa Shalizad Butt (v.l.n.r.)

Was vermissen Sie?
„Das gewohnte Essen. Die Deutschen essen überhaupt nicht scharf!“ (Nisa)

„Das Essen!“ (Ando)

„Meine einjährige Tochter und meine Frau.“ (Edral)

„Meine Familie, meine Freunde, das Essen und das warme Wetter in El Salvador – obwohl der Herbst in Deutschland mit den bunten Bäumen und Blättern in den Straßen wirklich sehr, sehr schön ist.“ (Diana)

Was hat Sie an Deutschland überrascht?
„Ich dachte, man hätte hier überall W-LAN und könnte überall online gehen – tatsächlich musste ich eine Woche auf meine Zugangsdaten dafür warten. Auch die Restriktionen und Regeln für den Download im Internet kamen für mich überraschend.“ (Diana)

„Die Bibliothek ist von Montag bis Sonntag von acht bis zwei Uhr in der Nacht geöffnet. Das hat mich am meisten fasziniert. Ich kann sogar am Wochenende arbeiten.“ (Edral)

„Es ist so komisch, die Lehrer genauso wie die Studierenden zu behandeln. In Pakistan zollen wir den Lehrern viel Respekt und nennen sie niemals beim Vornamen. Aber hier wollen die Lehrer das. Das ist seltsam für mich.“ (Nisa)

„Ich habe nicht erwartet, dass die Deutschen so nett und hilfsbereit sind.“ (Ando)

„Die Eigenständigkeit der Menschen hat mich irritiert. In Asien sind es die Menschen gewohnt, alles miteinander zu machen – das ist hier sehr unterschiedlich.“ (Nisa)

Woran müssen Sie sich noch gewöhnen?
„Unabhängig zu sein. Das macht die Studien etwas anstrengender für mich. Ich komme aus einem völlig anderen Bildungssystem und habe immer mit Leuten zusammengearbeitet. Hier arbeiten die Menschen gerne für sich allein. Ich muss also lernen, allein stark zu sein.“ (Nisa)

„An die Pünktlichkeit.“ (Ando)

„An die vielen Regeln. Das macht ein bisschen müde.“ (Nisa)

„An das Wetter. Ich checke jeden Tag die Wettervorhersage, um zu schauen, was ich anziehen muss. Das mache ich Zuhause nie.“ (Diana)

„Dass es wirklich kein scharfes Essen gibt.“ (Nisa)

„An das Klima – vor allem jetzt im Winter!“ (Edral)

„Mit dem Budget umgehen zu lernen und die billigsten Möglichkeiten zum Beispiel für Arbeitskopien zu finden.“ (Diana)

Welche Tipps haben Sie für andere Stipendiaten?
„Ich empfehle auf jeden Fall, Deutsch zu lernen, bevor man ankommt! Wenn man erst einmal hier ist, ist es schwer, die Sprachausbildung in den Stundenplan zu integrieren.“ (Diana)

„Deutsch lernen! Das hilft so viel!“ (Edral)

„Man sollte vorbereitet sein, eine absolut andere Welt zu erleben – schön, aber eben manchmal auch schwierig. Lernt, gerade heraus und unkompliziert zu sein! Es ist auch wichtig, selbstständig zu sein. Kümmert Euch vom ersten Tag an um eine Unterkunft.“ (Nisa)

„Schon mit der ersten Planung des Studienaufenthaltes sollte man beginnen, die Sprache zu lernen. (Ando)

„Und immer schön die Wettervorhersage studieren!“ (Diana)

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